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Modena

Modena, ursprünglich eine etruskische Siedlung, dann von den keltischen Boiern erobert, wurde schließlich 183 v.Chr. eine römische Kolonie mit dem Namen Mutina. Dieser leitet sich vom etruskischen Mutna ab, der Name jener charakteristischen Erhebung im Hügelgebiet, auf welcher sich die Stadt erhebt. Zahlreiche Überschwemmungen der Flüsse Secchia und Panaro zwangen die Bewohner Modena zu verlassen und diese zogen sich in die umliegenden Gebiete zurück.
Erst im Jahr 891 siedelte sich die Bevölkerung wieder hier im Umfeld des Sitzes des Bischofs Leodoin an. Die neue Kathedrale entstand unter der Herrschaft der Bischöfe, die sie nach der Niederlage in der Schlacht bei Fossalta im Jahr 1249 verließen.
Damals siegten die guelfischen Truppen Bolognas über Modena und unterwarfen sich dann 1288 der Herrschaft der Adelsfamilie Este aus Ferrara. Erst drei Jahrhunderte später, 1598, wurde Modena zur Stadt der Herren von Este, als Herzog Cesare d’Este die Hauptstadt seines Herzogtums von Ferrara nach Modena verlegte. Trotz des wechselhaften Kriegsglücks in den Schlachten, in welche die Stadt in den darauffolgenden Jahrhunderten involviert war, gelang es ihr, die kompakte Struktur bis zur Vereinigung Italiens aufrecht zu erhalten, welche von Seiten Modenas speziell unterstützt und angestrebt wurde.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Region Emilia und im Besonderen die Provinz von Modena zu einer sozialistischen und kommunistischen Hochburg, was zahlreiche Zerstörungen seitens der einfallenden deutschen NS-Truppen bewirkte. Aber die Kraft der Bevölkerung setzte dem einen starken aktiven Widerstand entgegen, dessen Früchte die Kommunistische Partei der ersten Nachkriegszeit erntete, indem sie sich in der Stadtkultur einbrachte und eine Vielzahl an Strukturen schuf, welche die lokale Wirtschaft förderten.

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